Ausgemistet da öffnet sich ein Weg

Ebikon/Attinghausen, 4. November 2026 — Und plötzlich war da ein freier Raum nach dem Ausmisten. Jasmine Gisler erzählt, wie sie zu Fussreflex gekommen ist, was ihr diese Therapiemethode bedeutet – und was das Besondere an Zehen ist.

Blick auf ein Besprechungstischchen mit zwei Sesseln

Vorher Gerümpel, jetzt die Praxis für Fussreflexzonen-Therapie: Jasmine Gisler hatte eine Idee und dann einen Plan. Foto: Heilpraktikerschule Luzern

Das Ausmisten war alles andere als freiwillig: Wasserschaden. Jasmine Gisler hat da gleich allen Grümpel rausgeworfen aus dem Anbau. Ihr wisst, was sich so alles ansammelt.

Und dann: Hm. Da könnte ja etwas entstehen.

Jasmine hatte das KV absolviert, sie fand es eher trocken, aber das sei halt das KV. Zwischendurch arbeitete Jasmine als Spielgruppenleiterin, zum Beispiel auf einem Bauernhof. Jetzt, da die Kinder sich immer mehr selbständig organisieren, sie sind sieben und neun, ist Raum entstanden. Für eigene Gedanken, Perspektiven. 

Sie fragt sich, was sie möchte, was ihre Herzensarbeit ist? Wohin wird ihr Weg sie noch führen?

Wie eine Einladung: Fussreflexzonen-Therapie

Und jetzt ist da dieser leere Raum. Was könnte sie da machen? Es müsste etwas sein, mit dem sie von Mensch zu Mensch arbeiten und ihre Hände einsetzen kann. Wie beim Malen oder in der Gartenarbeit. Da kommt eine Idee, sie forscht im Internet. Sie findet etwas, besucht den Infoabend, erfährt: Es gibt eine Therapie-Methode, die über das Behandeln der Füsse abläuft: Fussreflexzonen-Therapie. Das ist ihr Ding, sie weiss es sofort. 

Sie liebt es, in der Natur zu sein, da kann man barfuss laufen, das tut sie sowieso schon seit immer, wenn es irgendwie geht.

«Es geht mir um die Verbindung zur Erde», sagt Jasmine. «Das ist mittlerweile zu meinem Leitgedanken geworden: erden.» 

Eine Weile später ist der Anbau frisch eingerichtet. Der Wasseranschluss funktioniert, es hat auch ein Gäste-WC. Und vor allem: Da ist die Behandlungsliege und da die Besprechungsecke mit Salontischchen und zwei Sesseln. Hier wird behandelt, und zwar mit Fussreflexzonen-Therapie.

Auf die Füsse kommen, erden

«Das Ganzheitliche und natürlich, das Erdende», sagt sie, «das gefällt mir besonders, und dass ich über die Reflexzonen der Füsse an anderen Organen und Strukturen arbeiten kann, zum Beispiel am Kopf.» Ein weiterer Vorteil: Fussreflexzonen ist eine kurze Ausbildung. «Ich wollte etwas, das ich in absehbarer Zeit abschliessen kann und anschliessend in meiner eigenen Praxis anwenden kann.»

Im Oktober 2024 startet Jasmine die Ausbildung, und im Frühling 2026 eröffnet sie ihre Praxis für Fussreflexzonen-Therapie. Den Infoabend der Heilpraktikerschule Luzern besuchte sie im Dezember 2023. Jasmine hätte die Ausbildung sogar früher starten können, schon kurz nach dem Infoabend, mit den eigentlichen Fussreflex-Modulen. «Doch ich wollte zuerst das Schulmedizinische verstehen, bevor ich das Naturheilkundliche lerne», sagt sie.

Wegen Beschwerden und aus Neugier

Einige kommen wegen Asthma und Heuschnupfen, Migräne, Verspannungen. Viele haben aber kein konkretes Beschwerdebild. «Es ist Neugier, die meisten kommen deswegen», so Jasmine, «und weil sie gehört haben, dass Fussreflex beruhigt.» Einfach den Alltag und die Hektik hinter sich lassen. Bei sich selbst ankommen. 

Auch Kinder, geschickt von Müttern, ziehen die Socken aus, legen sich auf die Liege. Eine Mutter möchte, dass ihre Kinder am Abend besser zur Ruhe kommen. Die Fussreflexzonentherapie kann dabei helfen.

Jasmine, deine Lieblingsreflexzone, falls es so etwas wie eine bevorzugte Reflexzone gibt? «Die Zehen», sagt sie, und sie braucht nicht zu überlegen. «Sie stehen für den Kopfbereich und für den Kiefer.» 

Kieferverspannungen begegnen ihr in ihren Behandlungen immer wieder. Das hört sich für Laiinnen und Laien eigentlich nach nichts an. Doch wenn der Kiefer verspannt sei, sei auch viel am übrigen Körper verspannt. So könne man über die Zehen reflektorisch schon viel auslösen.

Reflektorische Lymphbehandlung: loslassen

Besonders gern behandelt Jasmine über die reflektorische Lymphbehandlung, sie ist ebenfalls Teil der Ausbildung. Das sind sanfte, rhythmische Streichungen über die entsprechenden Reflexzonen. «Ich liebe es, diese Behandlung durchzuführen», erzählt sie. Die ruhigen Bewegungen laden dazu ein, loszulassen, zur Ruhe zu kommen und sich wieder geerdet zu fühlen.

«Ja», sagt Jasmine, «manchmal beginnt etwas Neues eben genau da, wo man es vorher gar nicht gedacht hat.»

Portraitbild von Jasmine Gisler mit einem Blumenstrauss im Vordergrund.

Jasmine Gisler

Praxis für Fussreflexzonentherapie, Attinghausen, Uri:
fussreflextherapie-gisler.ch

Fachausbildung Fussreflexzonen

zur EMR- und ASCA-Registrierung

Fussreflexzonen: Fussreflexzonenmassage Ausbildung mit Therapie Kurs

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Info-Veranstaltungen
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