Der Beruf als TherapeutIn

Was kommt auf mich zu, wenn ich meine Praxis eröffne?

Praxiseinrichtung, Versicherung, Werbung und Kommunikation, EMR-Registrierung, Vorbereitung auf die Berufsprüfung oder Höhere Fachprüfung – eine aufregende Zeit! Viel Erfolg!

Welche Berufschancen habe ich mit der Ausbildung?

Die Berufschancen sind sicherlich gut: Zum einen sind die Ausbildungen auf einem hohen Niveau. Zum anderen werden die Leistungen unserer Branche gut nachgefragt. Gesundheit ist ein Megatrend. Dazu kommt: Viele TherapeutInnen, die damals als Pioniere ihre Praxen aufgebaut haben, erreichen das Ruhestandsalter, suchen oft NachfolgerInnen.

Ausserdem – und im Gegensatz zu den Pionierzeiten – lernen die StudentInnen heute auch, wie wichtig ein Businessplan und Kommunikationsmassnahmen sind und wie sie sich beides erfolgreich erarbeiten.

Je nach Ziel

Wir haben keine offizielle Statistik, wie sich die Laufbahnen unserer AbsolventInnen entwickeln. Aus vielen Gesprächen mit Ehemaligen können wir aber Folgendes sagen:

Viele AbsolventInnen, die heute Vollzeit als TherapeutInnen arbeiten, haben meist eine der umfangreicheren Ausbildungen absolviert und oft einen eidg. Abschluss erreicht.

Viele AbsolventInnen kürzerer Ausbildungen, also von unseren Kurz- oder Fachausbildungen, arbeiten heute in ihrer Praxis meist Teilzeit – und das mit Erfolg. Teilzeit ist ihr Arbeitsmodell, zum Beispiel weil sie noch Kinder betreuen.

Dass AbsolventInnen ihren neuen Beruf nicht ausüben, kann vorkommen; dies zum Beispiel aus familiären Gründen; so kann es sehr intensiv sein, während der Schwangerschaft oder der Betreuung von Babies und Kleinkindern zusätzlich noch eine Praxis aufzubauen. Da ist, zwar nun in Teilzeit, eine Rückkehr in den angestammten Beruf oft einfacher.

Erfolgskriterien

Unserer Meinung nach sind wichtige Kriterien für den Berufs- und Praxiserfolg: Wie fest man es will. Wie gut man die Therapien meistert. Wie gut man therapeutische Beziehungen aufbaut. Und dass man für den Eigenprozess offen ist und Eigenverantwortung übernimmt. Ausserdem: Wie gut der Businessplan ist. Wie gut die Kommunikation. Und vermutlich zählt die Einstellung: Mut, Geduld, Zuversicht, eine Art gelassener Hartnäckigkeit.

Und wieviele Leute kennen Sie, für die es sinnvoll wäre, eine naturheilkundliche Behandlung in Anspruch zu nehmen, tun es aber noch nicht? Vielleicht einfach, weil sie noch nicht wissen, dass es hilft und gut tut?
 

Wie arbeiten HeilpraktikerInnen und TherapeutInnen?

  • HeilpraktikerInnen und TherapeutInnen arbeiten mehrheitlich selbständig in eigener Praxis oder in Gemeinschaftspraxen,
  • als Angestellte in Kliniken, Ambulatorien, Kompetenz- oder Reha-Zentren,
  • im Rahmen von betrieblicher Krankheitsversorgung und Präventionsprogrammen.

Und wie arbeiten Medizinische MasseurInnen?

Medizinische MasseurInnen arbeiten im Angestelltenverhältnis oder sind als selbstständig Erwerbende tätig. Mögliche Einsatzorte sind: 
 

  • Praxen und Gesundheitszentren
  • Kur- und Reha-Zentren
  • Spitäler, Rehabilitationskliniken
  • Heime und Alterszentren
  • Sportvereine und -verbände sowie andere Institutionen

Gibt es Stellenangebote für HeilpraktikerInnen?

Für Medizinische MasseurInnen gibt es ein klares «Ja».

Und für HeilpraktikerInnen und TherapeutInnen ist ein «Ja» als Antwort zu viel, ein «Nein» zu wenig.

Mittlerweile gibt es tatsächlich einige Naturheilkunde-Praxen, die HeilpraktikerInnen und TherapeutInnen einstellen. Auch einige Reha-Zentren und Wellnesshotels bieten Stellen an; und in immer mehr Arztpraxen wird erkannt, dass eine HeilpraktikerIn bzw. eine TherapeutIn im Team das Angebot vervollständigt. 

Jobs in dieser Branche, eben auch Teilzeitanstellungen, nehmen also tendenziell zu. Die eidgenössischen Diplome erleichtern den Zugang in solche Praxen. Und NaturheilpraktikerInnen werden immer mehr auch als Erstanlaufstelle gesehen. 

Welche Anerkennung habe ich?

Unsere Ausbildungen richten sich nach den Anforderungen und Richtlinien der Organisationen der Arbeitswelt – OdA AM, OdA KT und OdA MM, der Kantone, der Berufsverbände, des EMR und der ASCA.

Wie entscheide ich mich?

Wir bieten regelmässig Infoanlässe an, oft zweimal pro Monat. Sie sind gratis, vor Ort und online. Wir empfehlen den Besuch eines solches Anlasses: Oft bringen einen auch die Fragen weiter, an die man gar nicht gedacht hat – und die von einer oder anderen TeilnehmerIn gestellt werden.

Alle anderthalb bis zwei Jahre führen wir den «Grossen Schnuppertag» durch, mit vielen Kurzreferaten, Schnupperkursen und dem Methodenbummel. Man kann gleich selber Hand anlegen und schauen, wie es sich anfühlt, als TherapeutIn zu arbeiten.

Unsere M4-DozentInnen sind die Frage nach dem Entscheiden angegangen, und so haben wir ein Dossier erstellen können mit Tipps und Hintergründen zu dieser für viele oft schwierigen Frage: Dossier «Entscheiden»

Die Ausbildung zu einem Therapie-Beruf

Was bedeuten Lernstunden und Präsenzzeit?

Lernstunden im Sinne von Art. 42 Abs. 1 der Berufsbildungsverordnung (BBV): Lernstunden umfassen alles: die Präsenzzeiten, den durchschnittlichen zeitlichen Aufwand für selbstständiges Lernen, persönliche oder Gruppenarbeiten, weitere Veranstaltungen im Rahmen der jeweiligen Ausbildung, Lernkontrollen und Qualifikationsverfahren, das Einüben und Umsetzen des Gelernten in die Praxis und begleitete Praktika.

Präsenzzeit hingegen meint ausschliesslich diejenige Zeit, die Sie im Unterricht sind.

Lernstunden und Präsenzzeiten werden an der Heilpraktikerschule Luzern in Stunden à 60 Minuten ausgewiesen.

Wie lerne ich am besten?

Grundsätzlich

  • Richte dich ein, technisch und wohlfühlerisch
  • Ideal: Computer oder Laptop für den Online-Unterricht zuhause, dazu Tablet für die Unterlagen, am besten mit Stift für digitale Notizen
  • Nutze zum Lernen auch Online-Tools wie NotebookLM, das dir deinen Lernstoff auf unterschiedliche Arten aufbereiten kann, von Lernkarten bis zu Podcasts
  • Bereite dich auf den Unterricht vor: Schau dir die Lernziele an, vielleicht gehst du schon mal deiner Neugier in einer Websuche nach oder schaust schon in die Unterlagen
  • Bilde Lern- und Übe-Gruppen, das hilft auch gegen das Prokrastinieren
  • Organisation ist die Mutter aller Prüfungserfolge
  • Prüfe, ob dir ein Lernjournal nützlich ist
  • Probier das Lernen mit Kärtchen oder Online-Tools, versuche den Stoff anzuwenden, auch den Stoff jemandem zu erklären

Im Unterricht

  • Sei so präsent wie möglich
  • Mach dir Notizen; finde heraus, was dir besser liegt: von Hand auf Papier oder per Tastatur in den Computer bzw. Laptop oder per Stift ins Tablet
  • Mache in Gruppenarbeiten gut mit
  • Stelle Fragen: im und ggf. nach dem Unterricht oder dem Lernen, vielleicht hast du schon vor dem Unterricht Fragen, notier sie dir

Nach dem Theorie-Unterricht

  • Schau dir den Stoff durch
  • Verwandle ihn mit einem Lern-Tool ggf. in ein Quizz oder einen Podcast
  • Lerne, bilde dazu ggf. eine Lerngruppe

Siehe auch

Das Interview mit Nina Kocher, Leiterin Agogik: «Lernerfolg! – So wirst du eine gute StudentIn»

Wie viel Zeit muss ich zum Lernen aufwenden?

Dies ist natürlich sehr individuell. Unsere Erfahrung zeigt, dass pro Stunde Unterricht ungefähr eine zusätzliche Stunde zum Lernen und Üben gebraucht wird. Dies spiegelt sich in den angegebenen Lernstunden, welche versuchen, den gesamten Zeitaufwand eines Kurses oder einer ganzen Ausbildung zu zeigen.

Wie viel kann ich nebenbei noch arbeiten?

Damit Sie sich ein möglichst klares Bild machen: Eine 100%-Stelle mit 42-Stunden-Woche abzüglich Ferien und Feiertage hat im Jahr ca. 2’000 Arbeitsstunden. Wenn Sie jetzt die Lernstunden Ihrer gewünschten Ausbildung durch die Anzahl Ausbildungsjahre dividieren, erhalten Sie die durchschnittliche Belastung in Stellenprozenten für Ihre Ausbildung.

Aus Erfahrung können wir folgende Faustregel mitgeben: Wer seine Ausbildung aus dem laufendem Erwerb bezahlt, wird ziemlich sicher noch 60% arbeiten müssen. Wer also durchschnittlich belastbar ist, kann somit eine Ausbildung zur KomplementärTherapeutIn mit z. B. Shiatsu in drei Jahren durchlaufen.

Für eine Ausbildung zur NaturheilpraktikerIn, z. B. Akupunktur TCM, ist in einem solchen Fall sicherlich mit vier Jahren zu rechnen. Die Ausbildung liesse sich also schneller absolvieren, wenn es möglich ist, 60% statt 40% der Zeit in die Ausbildung zu investieren.

Kann ich schon während der Ausbildung als TherapeutIn arbeiten?

Tatsächlich: Ja. So besteht der Studiengang Med. Massage aus einzelnen Fachausbildungen. 

Deshalb können Sie zum Beispiel die dazu gehörige Fachausbildung Fussreflexzonen-Massage innerhalb knapp eines Jahres abschliessen und beim EMR zur Krankenkassenanerkennung registrieren.

Für alle StudentInnen gilt: Sie sollten ja so viel üben wie nur möglich. Erfahrung, Erfahrung, Erfahrung. Zunächst üben Sie an MitstudentInnen, Familienmitgliedern und FreundInnen … 

… und bald an Bekannten und Bekannten von Bekannten. So können Sie eine Übe-Praxis einrichten, zum Beispiel in einer Gemeinschaftspraxis oder zusammen mit MitstudentInnen, und da zu einem reduzierten Ansatz arbeiten.

Kann ich während einer Ausbildung die Ausbildung verändern?

Ja, die Ausbildung können Sie Ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen. Sie können sie vergrössern, z. B. den Studiengang Akupunktur TCM mit einer Shiatsu-Ausbildung ergänzen. Oder wenn eine «grosse» Ausbildung – z. B. der Studiengang Akupunktur & Arzneitherapie TCM Chinesische Medizin – zu intensiv wird, können Sie ihn kürzen, z. B. auf die Akupunktur-TCM-Ausbildung. Teilen Sie uns Ihre Absichten bitte früh genug mit. Bitte beachten Sie unsere allgemeinen Vertragsbedingungen.

Kann ich die Ausbildung für eine längere Zeit unterbrechen? Zum Beispiel für eine Reise oder während der Schwangerschaft?

Ja, ein Unterbruch von zum Beispiel einem Jahr ist relativ unkompliziert. 

Rufen Sie uns einfach an, früh genug. Und sobald Sie wieder loslegen, melden Sie sich am besten persönlich bei uns für einen neuen Ausbildungsplan. Sowieso ist ein Gespräch, wie es weitergeht, vielleicht sehr hilfreich.

Bei einem Unterbruch legen wir Wert auf eine «Kündigungsfrist» von drei Monaten, da uns sonst die Organisation sehr erschwert wird.

Meistens empfehlen wir die Auflösung des Ausbildungsvertrages. Bei einem Wiedereinstieg innerhalb eines Jahres wird Ihnen die Einschreibegebühr gutgeschrieben.

Wie erhalte ich meine Unterrichtsunterlagen?

Bei Unterricht vor Ort geben wir Skripte, Unterrichtsunterlagen und Arbeitsmaterial ausgedruckt ab. Wenn Sie online an einem Kurs teilnehmen, stellen wir Skripte und Unterrichtsunterlagen digital zum Download bereit.

Tipps zum Umgang mit digitalen Unterlagen

Wir empfehlen einen zweiten Bildschirm: einer für den Livestream, einer für die Unterlagen. Das geht zum Beispiel mit Smartphone für den Stream und Computer bzw. Tablet, ev. mit Stift, für die Unterlagen.

Prüfungen

Wann gibt es Prüfungen?

Im Prinzip: Wann immer Sie möchten. Unsere Prüfungen: schriftlich jeden Monat und mündliche und/oder praktische alle zwei bis drei Monate. Sie wählen Ihre Prüfungstermine selber, Sie finden alle Möglichkeiten online.

Wann kann ich an eine Prüfung?

Sobald Sie alle Module absolviert und die weiteren Voraussetzungen erfüllt haben, die zu einer Prüfung gehören. Welche das sind, steht im jeweiligen Prüfungsreglement, erhältlich im Sekretariat und im Intranet.

Soll ich den eidg. Abschluss machen?

Unsere grundsätzliche Empfehlung: Ja. In einigen Kantonen zum Beispiel braucht es bereits einen eidg. Abschluss. Auch die Krankenkassen neigen dazu, nur noch TherapeutInnen anzuerkennen, die auf dem Weg zum eidg. Abschluss sind bzw. ihn absolviert haben.

Für Komplementärtherapie KT gilt

In immer mehr Kantonen benötigt es einen eidg. Abschluss für eine Praxisausübungsbewilligung. Das eidg. Diplom ist sowieso empfehlenswert: Es hebt Ihre Kompetenz hervor und hilft, einfacher eine Anstellung zu finden. 

Für Alternativmedizin AM gilt

Mittlerweile ist in allen Kantonen eine Praxisausübungsbewilligung erforderlich, und dafür das Zertifikat AM bzw. die Höhere Fachprüfung, also das eidg. Diplom.

Für Medizinische MasseurInnen gilt

Auf dem Weg zum Titel Med. MasseurIn mit eidg. Fachausweis kann man sich mit den Einzelmethoden registrieren. Die Akzeptanz der Krankenkassen schwindet jedoch für diese Einzelmethoden, Med. MasseurIn mit eidg. Fachausweis ist die Zukunft.

Und für alle gilt

Mit dem Absolvieren des eidg. Abschlusses erhalten Sie die Bundesbeiträge.

Zudem zeichnet sich ab, dass Krankenkassen TherapeutInnen mit einem eidg. Abschluss höhere Tarife vergüten.

Und insgesamt ist es einfacher, eine Anstellung zu finden.

Wie viele StudentInnen bestehen die HPS-Prüfungen prozentual?

Die Erfolgsquote im ersten Anlauf bei HPS-Prüfungen bewegt sich seit Jahren zwischen 80 und 90 Prozent. Sollte es nicht sofort klappen, dürfen StudentInnen die HPS-Prüfung dreimal wiederholen.

Wir achten aber darauf, frühzeitig zu erkennen, ob jemand Mühe haben wird; so können wir das weitere Studium gemeinsam besprechen und Lösungen finden, zum Beispiel ein Lerncoaching, bevor die Enttäuschung da ist.

Schulgeld und Kosten

Kann ich die Ausbildungskosten von der Steuer abziehen? Und Weiterbildungen?

Ja, in den meisten Kantonen lassen sich bis zu 12‘000 Franken jährlich für Aus- und Weiterbildungen von den Steuern abziehen.

Die Voraussetzungen: Sie haben diese Kosten selbst getragen und keine finanzielle Unterstützung Ihres Arbeitgebers erhalten; durch die Aus- oder Weiterbildung können Sie Ihren Lebensunterhalt bestreiten – ob Sie die betreffende Tätigkeit später auch tatsächlich ausüben, ist irrelevant; Sie haben bereits einen Abschluss auf Sekundarstufe II wie eine Berufslehre oder Matura erreicht; und es handelt sich nicht um Ihre Erstausbildung.

Ist das Schulgeld auf einmal zu bezahlen?

Nein, das Schulgeld ist in der Regel in monatlichen Teilzahlungen zu entrichten.

Was ist die Einschreibegebühr?

Die Einschreibegebühr von CHF 1'100 ist eine Anzahlung. Sie erhalten diese Einschreibegebühr wieder gut geschrieben, im Normalfall bei Ihrer letzten monatlichen Teilzahlung. Sie ist also Teil des Gesamt-Schulgeldes.

Gründe, dass die Einschreibegebühr nicht mehr gut geschrieben wird: Nichtantritt der Ausbildung; vorzeitiger Abbruch der Ausbildung; melden Sie sich bis spätestens drei Monate vor Studienbeginn ab, erhalten Sie CHF 600.– rückerstattet.

Welche Kosten für Lehrmittel und Lehrbücher habe ich selbst zu tragen?

Alle Unterrichtsunterlagen werden kostenlos abgegeben oder stehen zum Download bereit.

Die Pflichtliteratur und empfohlenen Fachbücher sind selber im Handel zu beziehen. Welche ungefähren Kosten dafür anfallen, ist bei den Ausbildungen jeweils in der Übersicht unter «zusätzliche Kosten» vermerkt. Diese Übersicht ist in unseren Broschüren abgedruckt; Eine detaillierte Auflistung steht ebenfalls auf unserer Website auf der Fachbücherseite zum Herunterladen bereit.

Gibt es für die Ausbildungen finanzielle Unterstützung?

Für Ausbildungen, die zu eidgenössischen Diplomen führen, gibt es seit 1. Januar 2017 Bundesbeiträge von bis zu 10'500 Franken. Diese Bundesbeiträge werden zum Zeitpunkt des Absolvierens der eidg. Prüfung ausbezahlt, unabhängig vom Bestehen.

Die Heilpraktikerschule Luzern bietet eine zinsfreie Vorfinanzierung von bis zu 40% des Schulgeldes an, maximal 18'000 Franken an. Die Vorfinanzierung ist zinsfrei; verrechnet wird lediglich ein einmaliger Vorfinanzierungsbeitrag. Zur Risikominimierung erlauben wir uns, nach der Fälligkeit einen moderaten Verzugszins zu verrechnen. Diese Vorfinanzierung ist ein Angebot, es besteht kein Anrecht darauf.

Weitere Infos zur Finanzierung finden Sie hier.

Voraussetzungen, um eine Therapie-Ausbildung zu absolvieren

Wie ist es mit dem Sek-II-Abschluss?

Für einen Studiengang benötigen Sie z. B. einen Sek-II-Abschluss, also z. B. einen Beruf oder eine Matura. Dies, um zur Höheren Fachprüfung bzw. zur Berufsprüfung zu Ihrem eidg. Abschluss zugelassen zu werden. Der Sek-II-Abschluss muss zum Zeitpunkt der eidg. Prüfung vorliegen. 

Für Fach- und Kurzausbildungen und einzelne Module ist ein Sek-II-Abschluss nicht nötig.

Internationale Äquivalente zu einem Sek-II-Abschluss

Es gibt die Möglichkeit, internationale Abschlüsse anerkennen zu lassen. Weitere Informationen finden Sie beim Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation: Ausländische Berufsqualifikationen in der Schweiz 

Kein Sek-II-Abschluss? 

Möglicherweise können Sie die Sek-II-Voraussetzung via Gleichwertigkeitsverfahren einholen, dies bei der jeweiligen OdA (Organisation der Arbeitswelt).

Die Ausbildung lässt sich ohne Sek-II-Abschluss besuchen. Der Sek-II-Abschluss muss aber zum Zeitpunkt der eidg. Prüfung vorliegen. 

Personen ohne Sek-II-Abschluss bestätigen mit Unterschrift, dass wir sie zu diesem Umstand in Kenntnis gesetzt haben.

Ausserdem

Ein einschlägiger Strafregisterauszug kann die Berufsausübung erschweren bzw. sogar verunmöglichen.

Benötige ich medizinische Vorkenntnisse?

Nein, an der Heilpraktikerschule Luzern benötigen Sie keinerlei medizinische Vorkenntnisse.

Wie ist es mit Altersvorgaben? Bin ich zu jung, zu alt?

Was immer gilt: Bei Abschluss der Ausbildung sind Sie mindestens 22 Jahre alt.

Das heisst, zu jung kann man nicht sein. Es gibt bei uns einige Personen, die direkt nach der Lehre bzw. nach der Matura ihren Weg zu einem eidg. Abschluss starten.

Und zu alt? Die einzige Einschränkung ist Ihre Antwort auf die Frage: Möchten Sie mit … 45, 50, 60, 65 … Ihre beruflichen und gesundheitlichen Handlungsmöglichkeiten erweitern?

Zum Beispiel ein zweites berufliches Standbein aufstellen? In einen therapeutischen Beruf abtauchen? Während Ihrer Pensionierung etwas für Sie selbst tun, für Geist und Gesundheit, vielleicht eine Alterskarriere starten?

Zu alt – wo kämen wir da hin.

Kann ich mir Lernleistungen anrechnen lassen?

Ja, das Anrechnen bereits erbrachter Lernleistungen ist möglich. Fragen Sie im Sekretariat oder laden Sie den Leitfaden zur Anrechnung von Lernleistungen von unserer Website.

Das Prüfen der Unterlagen ist oft sehr aufwendig. Deshalb verrechnen wir dafür pauschal 80 Franken; diesen Betrag schreiben wir Ihnen wieder gut, wenn Sie die Ausbildung buchen.

Mehr Infos hier.

Online-Unterricht

Ist der Online-Unterricht live?

Ja. Eine DozentIn unterrichtet per Livestream (online synchron); es lässt sich unkompliziert aktiv teilnehmen, zum Beispiel Fragen direkt stellen, auch in Gruppen arbeiten.

Das heisst: Am Online-Unterricht können Sie ortsunabhängig teilnehmen, von wo immer Sie eine Internetverbindung haben. Aber: Der Online-Unterricht findet zu einer bestimmten Zeit statt, und die sollten Sie nicht verpassen.

Wie richte ich mich zuhause gut für den Online-Unterricht ein?

Wichtig ist eine gute Internetverbindung. In Zoom einloggen und arbeiten lässt sich auf allen Geräten: Smartphone, Tablet, Laptop, PC. 

Unsere Erfahrung: Zwei Bildschirme können sehr sinnvoll sein – im Idealfall zwei gleichgrosse nah nebeneinander. Über den einen nehmen Sie am Unterricht teil, auf dem anderen haben Sie Ihre digitalen Unterlagen. Wer möchte, kann sich die Unterlagen zuhause natürlich auch ausdrucken. Und dann weiter: bequemer Bürostuhl, wenn möglich ein ruhiges Arbeitszimmer, eine Tasse Kaffee.

Zudem ein gutes Headset – evtl. mit Noice-Cancelling-Technologie, damit auch in unruhiger Umgebung gut gelernt werden kann. Und schlussendlich ein Laptop (optional, aber ideal), da du so bei Bedarf auch an der Schule z.B. in der Lobby an Online-Kursen teilnehmen kannst.

Kann ich den Kurs nochmals ansehen?

Nein, die Kurse werden nicht aufgezeichnet. 

Grund: Es kann sein, dass StudentInnen und DozentInnen Persönliches erzählen. 

Ausnahmen gibt es bei ausgewählten Weiterbildungs-Kursen für TherapeutInnen; diese stehen den TeilnehmerInnen in der Regel vier Wochen im Replay zur Verfügung.

Wie wird die Anwesenheit bei Online-Kursen kontrolliert?

Mittels Präsenzkontrolle durch die DozentIn: Als anwesend wird geführt, wer die Kamera eingeschaltet hat, erkennbar dabei ist sowie den eigenen Vor- und Nachnamen im Zoom korrekt angibt.

Gibt es verschiedene Formate des Online-Unterrichts?

Es gibt reine Online-Kurse, also Kurse, die ausschliesslich via Livestream übertragen werden. 

Bei Hybrid-Kursen wählen die StudentInnen frei, ob sie vor Ort oder online teilnehmen. Diese Wahl lässt sich spontan für jeden Kurstag treffen.

Bei Blended-Kursen finden einzelne Tage vor Ort und andere Tage online statt. Zum Beispiel gibt es eine Exkursion in einen Pflanzengarten, während der Rest des Kurses online ist.

Unsere Schule

Was zeichnet die Heilpraktikerschule Luzern aus?

Sie erlernen einen – Ihren – Traumberuf, und das in unserem eigenen Schulgebäude, das wir extra für den Therapie-Unterricht erbaut haben, und Sie lernen gemeinsam mit inspirierenden Leuten.

Wir haben Schulerfahrung seit 1985. In dieser Zeit haben wir uns immer weiterentwickelt – fachlich, pädagogisch wie organisatorisch.

Flexibilität: Sie können innert kürzester Zeit starten, wann immer Sie bereit sind, während des ganzen Jahres.

Wir richten unsere Ausbildungen darauf aus, wie Sie in Ihrer Praxis arbeiten und welche Situationen Ihnen dort begegnen werden. Viele unserer AbsolventInnen führen heute eine erfolgreiche Praxis.

Wir sind ein Familienunternehmen in der zweiten Generation und das beeinflusst natürlich unsere Perspektive: Sie ist ganz klar eine langfristige und auf Sicherheit sowie Seriosität bedachte. Das führt zu einer Kontinuität, die im Bereich der Naturheilkunde einmalig ist. Von dieser Kontinuität profitieren alle Beteiligten: die StudentInnen und das ganze Team der Heilpraktikerschule Luzern.

Seit 2015 sind wir die wohl modernste Heilpraktikerschule in ganz Europa: Unser Schulgebäude haben wir eigens für Therapie-Ausbildungen gebaut, mit unserem Herzblut und unserer jahrzehntelangen Ausbildungserfahrung, sodass auch wirklich drin und dran ist, was unsere DozentInnen und unsere StudentInnen benötigen.

Unsere DozentInnen sind alles Profis auf ihrem Gebiet, FachexpertInnen wie anerkannte TherapeutInnen mit Praxiserfahrung, ÄrztInnen, NaturwissenschaftlerInnen und PsychologInnen. Das Fachwissen und die Kompetenzen, die hier aufeinandertreffen, sind sehr vielfältig, lehrreich, inspirierend.

Die Heilpraktikerschule Luzern hat nicht nur einen Spitzenplatz in der Alternativmedizin (AM). Auch hinsichtlich der Komplementärtherapie (KT) ist sie führend. Zu dieser Position tragen unsere Kooperationen wesentlich bei: die Akademie für KomplementärTherapie in Lindau am Bodensee (D) und die Rosenberg Europäische Akademie für Ayurveda (REAA). Diese Zusammenarbeit ermöglicht Ayurveda- und Kinesiologie-Ausbildungen auf allerhöchstem Niveau.

Wir verbinden das östliche Heilwissen mit dem westlichen: East meets West. Das zeigt sich in unserer Fachausbildung Diätetik West-TCM sowie in den Nachdiplom-Ausbildungen Diätetik West-TCM ND und Phytotherapie West-TCM ND.

Unsere Ernährungsberatung ist eine wesentliche Grundlage für erfolgreiche Behandlungen, sowohl die der West-TCM als auch die der Ayurveda und der TEN; das sind einmalig fundierte Ausbildungen.

Unsere Administration arbeitet motiviert und effizient, so dass Sie auf Anfragen innert kürzester Frist Ihre Antwort erhalten.

Unsere DozentInnen und RessortleiterInnen sind für unsere StudentInnen direkte, offene und nahbare PartnerInnen.

Wir setzen verschiedene Formen von E-Learning erfolgreich ein.

Und – wir haben Freude an unseren DozentInnen und StudentInnen, wie sie gemeinsam die Wege gehen.
 

Gibt es Parkplätze in der Nähe?

Ja, Sie haben drei Möglichkeiten:

  • beim Parkplatz «Risch» hinter dem Bahnhof Ebikon. Tageskarten gibt es elektronisch (App Parkingpay) zu kaufen.
  • beim Parkhaus Ladengasse bei der Migros – 24h geöffnet.
  • beim Parkhaus «Wydenhof», circa fünf Gehminuten von der Heilpraktikerschule entfernt.
  • beim Restaurant Löwen, neben der Kirche und rund um den Ebikoner Dorfplatz (bitte beachten Sie, diese Parkplätze sind beschränkt auf sechs Stunden).

An der Schule selber haben wir keine StudentInnen-Parkplätze. Das Schulhaus ist auf Felsen gebaut, das ist einerseits gut, andererseits haben wir so nur eine kleine Einstellhalle bauen können, und die bietet gerade mal genug Parkplätze für unsere DozentInnen.

Als Idee: StudentInnen, die sehr intensiv bei uns studieren, mieten für diese Zeit oft auch selber private Parkplätze in nächster Umgebung.

Hier ein Überblick.

Wo kann ich mich verpflegen?

Wir bieten eine grosszügige, in frischem Grün gehaltene StudentInnen-Küche und einen grossen Aufenthaltsraum im Bistro-Stil. 

In der StudentInnen-Küche stehen Kaffeemaschinen, Wasserkocher, Mikrowellengeräte und Herdplatten, Backöfen, Töpfe, Pfannen, Geschirr und ein Kühlschrank zur Verfügung; Sie können also Ihr Essen hier kochen oder wärmen, jederzeit.

Einen Snack-Automaten haben wir mit relativ vernünftigen und mit doch auch unvernüftigen Knabbersachen gefüllt, denn die braucht's ja auch ab und zu. 

In der näheren Umgebung gibt es einige Take-aways und Restaurants. Uns schräg gegenüber ist eine Bäckerei mit einem kleinen Café, geöffnet auch sonntagvormittags. 

Für Wochenendkurse empfehlen wir, das Essen selber mitzubringen.