«Mein Garten hatte letztes Jahr ein Sabbatjahr»

Ebikon, 25. März 2026 – Eveline arbeitet als medizinische Praxisassistentin und absolviert gleichzeitig das Studium zur Naturheilpraktikerin TEN bei uns. Beruf, Ausbildung und Privatleben zu verbinden, bedeutet für sie vor allem eines: Prioritäten setzen.

Person mit hellblondem Haar, die vor einem Fenster mit grünen Rahmen steht und eine bunte, gemusterte Jacke über einem hellgrünen Oberteil trägt.

Eveline Strauss steht kurz vor dem Abschluss des Studiengangs Naturheilkunde TEN und plant danach eine eigene kleine Praxis bei sich zu Hause. Bild: Heilpraktikerschule Luzern.

Eveline, was hat dich ursprünglich ins Gesundheitswesen geführt?

Das Interesse, wie unser Körper funktioniert.

Du arbeitest seit vielen Jahren als MPA. Was gefällt dir bis heute an deiner Arbeit?

Der Umgang mit den Menschen. Ihnen die Angst nehmen zu dürfen und zu sehen, dass man etwas bewirken kann. Aber auch die grosse Abwechslung gefällt mir: Administration, Labor mit Blutentnahmen und Auswertung, Röntgen, Infusionen oder sogar Assistenz in der Endoskopie. All das ist aber nur etwas wert, wenn das Team stimmt – meine Kolleginnen, aber auch die Zusammenarbeit mit den Ärzten.

Wann bist du zum ersten Mal mit Naturheilkunde in Berührung gekommen?

Schon vor sicher 20 Jahren – damals war ich in der Kinesiologie und mit meinen Kindern bei einer Homöopathin. Vor etwa zehn Jahren war ich dann auch bei einer Naturheilpraktikerin.

Was hat dich daran besonders angesprochen?

Dass der Mensch als Individuum angeschaut wurde und nicht nur über die Symptome abgefragt wurde. Ganz faszinierend fand ich damals die Irisdiagnose.

Wie ist dann der Entscheid gereift, nochmals eine Ausbildung zu beginnen?

Während der Corona-Zeit. Meine Kinder waren inzwischen erwachsen und ich habe erkannt, wie instabil unser System sein kann. Ich wollte das vergessene alte Wissen der Naturheilkunde für mich entdecken, um eine Alternative zur Schulmedizin zu haben.

Wie bist du auf die Heilpraktikerschule Luzern aufmerksam geworden?

Über das Internet.

Was hat dich überzeugt, dich hier anzumelden?

Das modulare Prinzip – und dass ich am Anfang einzelne Kurse besuchen konnte, ohne mich gleich verpflichten zu müssen. Ich habe mir damals selber nicht ganz über den Weg getraut und deshalb einen kleinen «Vertrag» mit mir gemacht: Wenn ich ein Jahr lang regelmässig Kurse besuche und immer noch Freude daran habe, melde ich mich verbindlich an.
Und wer hätte das gedacht: Ein Jahr lang habe ich fast nur schulmedizinische Kurse besucht – etwas, das ich eigentlich schon kannte – und trotzdem hat es mir riesigen Spass gemacht.

Du arbeitest weiterhin als MPA. In welchem Pensum?

60%

Wie gelingt es dir, Beruf, Ausbildung und Privatleben miteinander zu vereinbaren?

Ich finde, der Fokus ist entscheidend: Was ist jetzt wirklich wichtig? Mein Garten hatte zum Beispiel letztes Jahr ein Sabbatjahr – die Insekten und alles, was da kreucht und fleucht, haben sich sicher gefreut. Auch meine Fenster hatten keinen Putzmittelkontakt, was immerhin den Vorteil hatte, dass die Vögel nicht hineinflogen, weil die Transparenz nicht ganz gegeben war. In Zukunft werden meine Freunde wohl kaum sagen: «Wow, sie hatte während der Ausbildung immer einen perfekten Garten und Haushalt.» Sie werden sich eher daran erinnern, dass ich trotz allem Zeit mit ihnen verbracht habe.

Wo stehst du aktuell in deiner Ausbildung?

Heute hatte ich meine letzte Prüfung. Jetzt warte ich auf das Resultat und beende noch mein Praktikum. Wenn alles gut läuft, sollte ich Ende April fertig sein.

Wie erlebst du das Studium bisher?

Es ist auf mehreren Ebenen eine Bereicherung: das fachliche Wissen, meine persönliche Weiterentwicklung, aber auch die vielen lieben Menschen, die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte. Aber trotz all dem Schönen bin ich auch sehr stolz auf mich, dass ich es bis am Schluss durchgezogen habe.

Was möchtest du mit deiner Ausbildung erreichen?

Ich strebe die Selbstständigkeit an – allerdings nicht mit einem 100-Prozent-Pensum. Um die Kosten möglichst tief zu halten, werde ich meinen Behandlungsraum bei mir zu Hause einrichten. Für mich ist Zeit wertvoller als Geld.

Zum Abschluss: Was möchtest du Menschen mit deiner zukünftigen Tätigkeit konkret mitgeben?

Ich möchte Menschen helfen, ihren Körper besser zu verstehen. Viele Beschwerden entstehen nicht einfach zufällig, sondern haben eine Geschichte. Wenn Menschen beginnen, die Signale ihres Körpers wahrzunehmen und zu verstehen, können sie oft selbst viel zu ihrer Gesundheit beitragen. Dabei möchte ich sie begleiten und unterstützen. 

Danke, Eveline. 

Sehr gern. 

 

Person mit hellblondem Haar, die vor einem Fenster mit grünen Rahmen steht und eine bunte, gemusterte Jacke über einem hellgrünen Oberteil trägt.

Eveline Strauss

studiert bei uns Naturheilkunde TEN mit Ziel eidg. Diplom und steht kurz vor ihrem Abschluss.

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Naturheilkunde TEN

Studiengang mit eidg. Diplom

Naturheilkunde TEN: Naturheilkunde & Praktiker Ausbildung
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