«Mir hat der ganzheitliche Ansatz gefehlt.»
Ebikon, 25. Februar 2026 – Nach ihrer Ausbildung zur medizinischen Praxisassistentin suchte Sarina nach einem ganzheitlicheren Zugang zur Medizin. Über die anthroposophische Pflege fand sie zur Traditionellen Europäischen Naturheilkunde.

Sarina Tschudin studiert Naturheilkunde TEN an der Heilpraktikerschule Luzern und kann dank des modularen Ausbildungssystems bereits während des Studiums Fussreflexzonentherapie anbieten. Bild: Heilpraktikerschule Luzern.
Wie bist du ursprünglich überhaupt zur Medizin gekommen?
Das war ein ziemlicher Zufall. Eigentlich wollte ich nach der Oberstufe einen anderen Weg einschlagen, doch als ich dann als MPA geschnuppert habe, hat mich die Medizin sofort interessiert.
Hast du dann auch die Ausbildung zur MPA gemacht?
Genau.
Was hat dich an diesem Beruf gereizt?
Vor allem die perfekte Mischung aus medizinischem Fachwissen und dem direkten Kontakt zu den Menschen.
Und wie hat sich daraus dein Interesse an Naturheilkunde entwickelt?
Durch meine Mama bin ich schon als Kind viel mit Naturheilkunde in Berührung gekommen. Ich kannte es also von klein auf, wusste es damals aber noch nicht so zu schätzen. Das Interesse kam dann erst später so richtig auf.
Wie genau?
Vor fünf Jahren habe ich meine Tätigkeit als MPA in einer Kinderarztpraxis begonnen, in der auch anthroposophisch arbeitende Ärzte tätig sind. Dadurch habe ich mich zunehmend mit der Anthroposophie beschäftigt und gemerkt, wie wichtig es mir ist, Eltern ganzheitlich und kompetent beraten zu können. Besonders wertvoll fand ich dabei die Beratung zu Gesundheitswickeln, da Eltern ihren Kindern damit selbst wirksam helfen können. Als mich schliesslich eine Arbeitskollegin fragte, ob ich die Weiterbildung in der anthroposophischen Pflege an der Ita Wegman Klinik absolvieren möchte, war ich sofort überzeugt und sehr motiviert.
Was hat dich daran so gepackt?
In der klassischen Schulmedizin hat mir der ganzheitliche Ansatz gefehlt. Ich fand es unglaublich spannend, den Menschen aus einer anderen Perspektive zu betrachten: Es ging nicht mehr nur um das Symptom, sondern um das Gesamtbild – den Rhythmus und die seelische Verfassung eines Menschen.
Wie ging es von dort aus weiter?
Nach der Weiterbildung habe ich mich erkundigt, welche Möglichkeiten es für mich überhaupt gibt. Die Traditionelle Europäische Naturheilkunde hat mich dabei am meisten gepackt.
Und wie hast du dich informiert?
Ich habe mich über verschiedene Webseiten, Flyer und Infoveranstaltungen informiert.
Was hat bei dir am Schluss den Ausschlag für die Heilpraktikerschule Luzern gegeben?
Vor allem das modulare Schulsystem und die Menschen vor Ort haben mich sehr angesprochen.
Was schätzt du konkret am modularen Aufbau der Ausbildung?
Ich schätze es bereits während des Studiums Bereiche abschliessen und anwenden zu können. So kann man diese bereits anerkennen lassen und darauf arbeiten. Sehr wertvoll fand ich es auch, immer die Möglichkeit zu haben mit dem Studium zu starten.
Du studierst jetzt – arbeitest du nebenbei weiterhin als MPA?
Ja, genau.
Wie viel Prozent arbeitest du aktuell?
Ich arbeite zu 60 % in einer Kinderarztpraxis in Basel, bei Youkidoc.
Kannst du dort bereits naturheilkundliche Methoden einbringen?
Richtig, ich kann in der Praxis bereits die Fussreflexzonentherapie anbieten.
Wie wird das zusätzliche Angebot von den bestehenden PatientInnen wahrgenommen?
Es wird von den PatientInnen und TeamkollegInnen sehr geschätzt.
Wie erlebst du die Kombination aus Studium und Job?
Es ist definitiv eine Herausforderung. Aber da ich von meinem Arbeitgeber sehr unterstützt werde, macht mir die Kombination richtig Spass.
Wenn du nach vorne schaust: Was ist dein Ziel nach dem Studium?
Da ich bereits anerkannte Fussreflexzonentherapeutin bin, kann ich schon jetzt vereinzelt Therapien anbieten. Nach dem Studium möchte ich mich nicht stressen, sondern nach und nach schauen, wie sich mein Beruf als MPA und die Arbeit als Naturheilpraktikerin ideal kombinieren lassen.
Zum Abschluss: Was ist dein Lieblingsmodul an der Heilpraktikerschule Luzern?
Bisher auf jeden Fall die Phytotherapie. Da aber noch viele spannende Module wie die Iris- und Zungendiagnostik folgen, bin ich sehr gespannt, was noch alles kommt.
Danke, Sarina.
Sehr gern.

Sarina Tschudin
studiert an der Heilpraktikerschule Luzern Naturheilkunde TEN mit Ziel eidg. Diplom.
Das modulare Ausbildungssystem ermöglichte ihr bereits während des Studiums einen Teilabschluss in Fussreflexzonentherapie. Diese Therapieform bietet sie heute beim Kinderarzt Youkidoc in Basel an, wo sie weiterhin auch als medizinische Praxisassistentin tätig ist.
Mehr zu ihrer Arbeit: www.instagram.com/naturraum.sarina

